Lightroom 2.0
Posted by: Sven Brencher in Lightroom on
Jul 30, 2008
Ich bin zwar eigentlich kein Photograph, aber Lightroom hat sogar mir sehr viel Spaß gemacht. Mit Lightroom 2.0 hat Adobe jetzt noch mal viele Funktionen verbessert und auch dieses mal kamen viele Ideen direkt von den Anwendern und Beta Testern.
Nach einigen Monaten Betatest hat Adobe nun die zweite Version von Lightroom herausgebracht. Da ich diese Woche bei Adobe in San Jose bin, hatte ich das Glück direkt vom Produkt Manager Tom Hogarty ein Lightroom 2 Training zu bekommen. Meine Notizen davon stelle ich hier gerne zur Verfügung.
Zur zweiten Public Beta von Lightroom gab es 130.000 Downloads und mehr als 1.300 Profianwender, die aktiv in den Foren teilgenommen haben. Das Feedback was Adobe dadurch gewinnen konnte war enorm und einiges davon sieht man bereits in dieser Version von Lightroom.
Hier aber noch ein kurzer Überblick:
Allgemeine Funktionen
- Durch die Unterstützung für mehrere Monitore lassen sich Fenster aus der Oberfläche entfernen und man kann diese dann auf einem zweiten Monitor verwenden, um z.B. eine Vollbildvorschau zu haben.
- Web, Export und Metadata SDK: Es gibt ein SDK für die verschiedenen Exportfunktionen. Damit können Entwickler neue Export Dialogfelder anbieten. Ein gutes Beispiel für einen Flickr Export gibt es von Jeffrey Friedl.
Bibliothek
- Verwaltung und Zuordnung der Bildordner zu verschiedenen Datenträgern. Dabei wird angezeigt, ob der Datenträger On- oder Offline ist.
- Smart Sammlungen und Kollektionen lassen sich anlegen. Dynamisch werden dabei neue Bilder, die diesen Kriterien entsprechen, hinzugefügt.
- Bibliotheksfilter, mit denen man nach Text, Attributen und Metadaten suchen kann. Die Ergebnisse lassen sich direkt in der Bibliothek anzeigen. Vergleichbar ist diese Suche mit Spotlight oder Windows Desktop Search.
- Verbessertes Stichwort-Tags Eingabefeld und Stichwortvorschläge auf Basis anderer Stichwörter. Das ist cool, denn es erspart einem immer wieder die gleichen Stichwortkombinationen eingeben.
Entwickeln
- Verbesserte Werkzeuge für die lokale Bearbeitung: Masken lassen sich mit einem Pinsel definieren und danach können Anpassungen wie Helligkeit, Belichtung, Kontrast, Farbton und Sättigung durchführen. Bestehende Masken können erweitert oder verkleinert (Alt-Taste) werden. Es gibt auch eine praktische Auto-Mask Funktion, die ähnlich wie das Photoshop Schnellauswahl-Werkzeug funktioniert.
Neues Verlaufsfilterwerkzeug mit dem man Farb- und Helligkeitswerte über einen Verlauf anpassen kann. - Kamerakalibrierung mit benutzerdefinierten Profilen für jede Kamera. Sehr gut für diejenigen, denen die Tools der Hersteller per Default erst mal bessere Ergebnisse gebracht haben. Die verbesserten Kameraprofile und einen DNG Profile Editor, die das aussehen der Bilder passend zu den Entwicklungseinstellungen verschiedener Kameras simulieren lassen sich in den Adobe Labs herunterladen. Pro Kamera lassen sich auch mehrere Profile erstellen. Mit dem DNG Profile Editor lassen sich eigene Profile anlegen.
Diashow
- Export von Slides als einzelne JPEGs. Sicherlich kein riesen Feature, aber viele wollten auch einzelne Diashowslides ausgeben. Diese kann man dann z.B. in Powerpoint wieder einfügen.
- Ein neuer Farbpicker steht in allen Ausgabedialogen zur Verfügung mit dem man Hintergrundfarben sehr einfach anpassen kann.
- Mit Bildpaketen lassen sich mehrere Bilder pro Seite ausgeben. Derzeit ist es zwar immer das gleiche Bild, aber es lässt sich in unterschiedlichen Größen auf einer Seite anordnen. Solche Layouts lassen sich auch abspeichern und später wieder aufrufen.
- Eine Druckvorschau gibt es jetzt auch für mehrere Seiten und Bildpakete.
Statt auf einen Drucker kann man auch direkt in eine JPG Datei “drucken”.
Verbesserter Algorithmus beim Schärfen vor dem Ausdrucken (Third Party Technology) der berücksichtigt, wie groß das Bild auf dem Papier gedruckt wird und welche Auflösung der Drucker verwendet.
Export und anderes
- Es könnenn jetzt beliebig viele andere Programme als Editoren eingestellt werden. Damit kann man Bilder direkt in anderen Plugins bearbeiten und nicht nur an Photoshop übergeben. Zur Verfügung steht auch ein Plugin Manager, mit dem man Plugins verwalten kann.
Weitere Infos (leider in englisch) gibt es auch im Lightroom Journal.

